Häufige Fragen (FAQ)

Häufige Fragen (FAQ)
FAQ

FAQ

Antworten zu häufig gestellten Fragen (FAQ) rund ums Aikido in der Leipziger Südvorstadt oder

Antworten, die wir häufiger geben.

Funktioniert Aikido überhaupt, welchen Nutzen habe ich vom Training?

Der Nutzen des Aikido ist im Zuwachs einer insgesamt gelasseneren Haltung zu finden. Wenn zwei Aikidoka, die sich miteinander bewegen, kannst du beim Umlenken der Angriffe ein Eindruck von Ästhetik gewinnen. Die Mühelosigkeit der Akteure lässt schnell den Schluss zu, die Darstellung folge nur einer Choreographie. Wenn du Aikido nur beobachtest, scheint es an jeglicher Ernsthaftigkeit zu fehlen; es ist ein spielerisches Miteinander.

Aikido hat einen Nutzen für die Welt wie Wasser für die Pflanzen.

Der Nutzen fließt in die Welt.

Aikido setzt auf Prävention vor Deeskalation

Die innewohnende Harmonie ist nicht das, was du sonst an Bildern unter dem Begriff Selbstverteidigung oder Kampf hast. Die Zeit des Spielens kommt in unserem Leben oft zu kurz.  Zunehmend wird das Spielen zur Strategie, ein Ziel zu erreichen. Wenn Spielen nicht Selbstzweck ist, sondern unsere Rationalität die Führung übernimmt, entstehen früher oder später Konflikte. Beim Verlassen der Spielebene wirken nur noch die Instinkte mit Mustern für Verteidigung, Flucht oder Erstarrung.

Nutzen können die Prinzipien nur mit dem Gebrauch

Der Begründer hat mit Aikido ein Werkzeug geschaffen, welches uns daran erinnert, dass das Leben im Grunde ein Spiel ist. Schlussfolgernd wäre Aikido ein Spielzeug für die Menschheit. Der Begriff Leitfaden würde wohl treffender beschreiben. was wir dieser außergewöhnlichen Kampfkunst entlehnen können. Aikido in seinem Kern zu erfahren, ist ein Schritt auf die Natur zu. Dabei können wir erkennen, dass wir und die Natur eins sind, Teil des umfassenden Bewusstseins.

Morihei Ueshiba hatte im Laufe seiner Praxis erfahren, dass das eigene Ego die Ursache für alle Konflikte ist. Er  ließ den äußeren Kampf zugunsten der Selbsterfahrung als Primär-Ziel weichen. Die daraus resultierende Leichtigkeit in der Aikidopraxis lässt sich im Laufe der Erfahrungsarbeit öfter und schneller herbeiführen. Die dazu verwendeten Techniken haben ihren Ursprung in der Kampfkunst Aikijutsu (Aiki-‚Kunst‘) und wurden vor allem dazu entwickelt, den Angreifer kontrollieren zu können. Falls du Bedenken hinsichtlich körperlich bedrängenden Angriffen in einer Gruppe hast, sprich uns bitte an. Wir können dann gemeinsam eine Möglichkeit in einem individuellen Rahmen finden.

Die Abläufe der Techniken sind sehr effektiv und bedürfen für eine Anwendung im Kampf einer sehr langen Übung. Der äußere Kampf führt jedoch am eigentlichen Kern vorbei. Das ist vergleichbar, als würde man in einem Auto ohne Sitze fahren: Es geht zwar, ist aber nicht so bequem. Aikido ist nicht als Hilfsmittel konzipiert, wenn die Eigenverantwortung nicht übernommen wird, also andere bekämpft werden sollen. Vielmehr eignen sich die Prinzipien des Aikido als Begleitung auf dem Weg des Menschen zu fortschreitender Selbsterkenntnis.

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Gibt es Aikido auch für Frauen?

Frauen und Männer sind Bezeichnungen für Teile eines großen Ganzen. In diesem Fall der Menschheit als Gesamtheit von geistig-sittlichen Wesen. Aikido ist ein Geschenk von Morihei Ueshiba an uns. Ein Werk- oder besser Spielzeug, die Natur der Dinge wieder zu entdecken.

Frauen im Aiikidotraining

Kampfkunst ist nichts für Frauen?

Kampf gehört zu den wahrscheinlich männlichen Kerneigenschaften. In unserer auch jüngeren Historie können wir viele Beispiele finden, die diese Aussage untermauern. Scheinbar isoliert von uns, lenkt der Kampf von denen ab, die im Inneren zu unserer Existenz beitragen. Wir suchen verzweifelt einen Gegner, den wir jedoch niemals besiegen können, so viel wir uns auch anstrengen mögen. Je mehr die Aufmerksamkeit außerhalb unseres Körpers gebunden ist, desto weniger können wir wahrnehmen, falls unsere Haltung und unsere Bewegungen gestört sind.

Dennoch suchen Frauen, die Kampfkunst zu meistern, weil sie u.a.  die Gesundheit fördernde Wirkung der Kampfkunst nutzen möchten, die spätestens durch Taiji (Tai Chi) in unseren Breiten bekannt wurde. Wie bei den meisten Kampfkünsten heute auch, sind die Techniken auch unter physiologischen Gesichtspunkten entwickelt worden.

Nicht Kraft oder Schnelligkeit sind entscheidend

Die Praxis des Aikido besteht vorwiegend aus körperlichen Übungen, die ihren Ursprung in einem sehr ausgeklügelten Techniksystem (Aikijutsu) haben. Beide Stile fußen auf Prinzipien, die universellen Gesetzen folgen: Die Prinzipien sind durch Bewegungen mit einem oder mehreren Partnern erfahrbar. Das miteinander erinnert dabei eher an einen Tanz. Kampfhandlungen an sich sind nicht Bestandteil des Aikido. Wir üben die Natürlichkeit unseres Seins und bewegen uns auf einer Ebene, auf der störende Blockaden gelöst werden können.

Die grundsätzlichen Herausforderungen liegen dann in der Akzeptanz der eigenen Hindernisse und werden  wie Flecken auf einem Spiegel sichtbar. Experimentell erfahren wir auf der körperlichen Ebene Lösungsansätze für Konflikte.

Für das Angriffsspiel selbst entwickeln wir vor allem die exakt fokussierte Handlung, sowie das gleichwertig willentliche, gefühlte und körperliche Wirken, wodurch unsere Selbstwahrnehmung gesteigert wird. Der Körper wird insgesamt beweglicher, wenn der Angegriffene beginnt die Energie des Angriffs zu lenken. Noch bevor diese zum Stillstand kommt wird sie am Ziel vorbei und von dort aus wieder zurück geführt.

Gemeinsame Praxis

Aikido ist kein Kampf, sondern im Grunde Arbeit an uns Selbst. Es  gibt auch keinen Grund, Geschlechter im Aikido zu unterscheiden. Männer und Frauen kooperieren im Aikido auf dem Weg der Selbstentwicklung miteinander. Das vergrößert den Erfahrungshorizont.  Dabei ist nicht ausgeschlossen, dass sich beide „Seiten“ auch im eigenen Kreis betätigen sollen. Das kann zumindest zeitweise sehr hilfreich sein. Beweglichkeit und Flexibilität benötigen wir gleichermaßen.

In welchem Alter kann man mit Aikido anfangen?

Du kannst mit dem Aikidotraining in jeden Alter beginnen: es gibt nach oben keine Grenze. Die Techniken sollten vor einem bestimmten Alter noch nicht im Fokus des Trainings stehen.

Aikido für Kinder

Der Angreifer im Aikido wird Partner genannt. Die Techniken, mit denen der Angriff ums Ziel geführt wird, basieren vor allem auf Verhebelungen der Gelenke. Sie werden  beim Üben vor allem den Bewegungsradius derer vergrößern. Die Hebel haben also einen dehnenden Effekt. Bei Kindern sollte das Streben nach Genauigkeit jedoch auch nicht zu Lasten der Freude gehen. Deshalb ist, insbesondere bei Kindern jüngeren Alters, bei allen Gelenkbeanspruchungen höchste Vorsicht geboten. Der Körper ist womöglich noch nicht stabil genug, um Unachtsamkeit in gelenkten Bewegungen immer gleich tolerieren zu können. Eine Gruppe bildet zudem ein breites Feld an Interaktionen für Experimente im zwischenmenschlichen Bereich. Unterfüttert werden die Übungen mit Spielen und kleinen Wettkämpfe für das Erkennen eigener Grenzen.

Aus diesem Grund haben wir für den Einstieg bei uns eine „Mindestaltersgrenze“ von acht Jahren festgelegt. Mit ihnen üben wir vordergründig an motorischen Fähigkeiten und sozialer Kompetenz.

Aikido für jedes Alter

Aikido für jedes Alter

Aikido für jedes Alter

Für junge Erwachsene sind die wirksamen Techniken, die im Aikidotraining geübt werden, schon eher von Interesse. Die Techniken sehen sehr elegant aus und scheinen einfach und mühelos zu entstehen. Die Palette der Übungen umfasst dabei waffenlose Techniken im Stand oder Sitzen bis hin zum Einsatz unterschiedlich langer Übungswaffen.

Zusehends kannst du Fitness und Stabilität steigern, je mehr du einen Überblick über die Zusammenhänge zwischen den Grundtechniken erreicht hast. Das Training orientiert sich dabei an der schuleigenen Prüfungsordnung, die u.a. in unserer Downloadsektion abrufbar ist.

Je älter wir werden, desto mehr rücken Bestrebungen, die Gesundheit zu erhalten, in den Mittelpunkt aktueller Herausforderungen. Wege sind interessanter, mit denen bestimmte Leistungsgrenzen überschreiten werden können. Wir merken, dass Körpereinsatz nicht mehr grenzenlos möglich ist und beschäftigen uns immer mehr mit den grundlegenden Lebensprinzipien.

Im Aikidotraining werden diese sehr einfach abgebildet. Die freie Anwendbarkeit des Systems dieser Bewegungskunst ermöglicht es, um deine Vorverletzungen herum zu üben oder auf diese positiv einzuwirken.  Du kannst der Angst vor dem Verlust deiner Stabilität mit der im Aikido typische Fallschule begegnen.

Im Zweifel beantworten wir dir überdies hinaus gehende individuelle Fragen gern.

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Kann ich mir ein Training ansehen?

Aikido kann in seiner Eigenschaft als Gefühl nicht vom Ansehen erfasst werden. Erkannt werden können nur die komplexe Bewegungsabläufe, die damit enden, dass Menschen auf dem Boden landen, dort liegen bleiben oder elegant weiter rollen.

Das schaff ich doch nie

Diejenigen, die Aikido über längere Zeit üben, können sich, scheinbar mühelos, um jedwede Attacken unbeschadet herum bewegen. Dem zugrunde liegt vor allem eine intensive Schulung der Wahrnehmung. Im Laufe der Übungszeit kann sie über den eigenen Körper hinaus vergrößert werden. Deshalb kann es ungewöhnlich harmonisch auf einer Aikidomatte zugehen, ohne dass die Ernsthaftigkeit der Übenden gleichzeitig abnimmt.

 

Mit einem Selbstversuch kannst du dir am ehesten einen Eindruck der wirkenden Kräfte verschaffen.

Wenn du zum ersten Mal das Spiels im Aikido ansehen kannst, wirst du kaum ausmachen können, was überhaupt passiert. Alles was du mit den Augen aufnimmst, wird vom Verstand zudem unmittelbar bewertet. Ein Selbstversuch im Aikido ist ungefährlich! Er allein kann dir Aufschluss darüber geben, ob Aikidotraining etwas für dich sein kann.

Dabei gilt es in der ersten Stunde vor allem, die neuen Bewegungsabläufe nachzuahmen. Dabei die Aufmerksamkeit längere Zeit auf sich selbst zu halten ist schon herausfordernd genug. Auf der Matte benötigst du die dann noch für deinen Partner, bzw. den Kontakt zu ihm oder ihr.  Bedenke daher bitte, vor allem in den ersten Stunden, dass du zu alledem nicht noch Studien über die Wirksamkeit anstellen solltest.

Über den Kontakt wird der Angriff des gebende Partners zu Boden geführt.

Zu jedem Training gehören  Übungen der  Fallschule. Vor allem mit ihrer Hilfe können wir uns wieder ein wenig zurück erinnern, wie auch wir uns einst natürlich bewegt haben könnten. Kinder setzen sich intuitiv als erstes über ein aufgestelltes Knie, um neben den Füßen zum Sitzen zu kommen. Im Aikidotraining geht die Fallbewegungen in eine Rolle über, der Schwung des Falls kann gleich wieder zum Aufstehen genutzt werden. Damit wirkt die frei gewordene Kraft nicht im Körper des Fallenden, sondern zu seiner Aufrichtung.

Für einen Angriff gehören die zeitweise Aufgabe von Sicherheit und Stabilität von Beginn an. Angst, auf dem Boden zu landen, ist beim Angreifen hinderlich. Sie führt zum Zurückhalten einzelner Anteile, dem Zerreißen des Angriffs. Aikidoka halten in der Regel ein hohes Maß an Verantwortung für den Angreifer beim Üben. Aikido geht nur mit Partner wirklich gut, alle wissen das und achten entsprechend aufeinander.

Vereinbarungen möglich

Falls du noch weitere Bedenken hinsichtlich eines Probetrainings in einer Gruppe haben solltest, kannst du uns gern nach einer Alternative fragen. Auch in Einzelstunden können wir dir einen allgemeiner Eindruck vom Aikido vermitteln. Natürlich sind auch Ausführungen zu speziellen Themen, wie Waffen, Ki-Erfahrung, Coaching, möglich.

Welche Voraussetzungen muss ich sonst noch erfüllen, um Aikidoka zu werden?

Jeder, der die Kraft hat zu gehen erfüllt alle Voraussetzungen, Aikido zu üben. Es gibt inzwischen schon Projekte, für Aikidotraining im Rollstuhl  oder für blinde Menschen.

Lebensnahe Prinzipien bilden die Voraussetzungen für Aikido

Aikido kann ein Weg zu den eigenen Wurzeln, zur Natürlichkeit sein. In der Übung werden die Prinzipien angewendet, die gleichermaßen unser Leben außerhalb der Matte beeinflussen. Aikido beeinflusst unsere Haltung, wie wir im Leben stehen. Außer einem belebten Körper sind, wie für das Leben selbst, keine Voraussetzungen nötig.  Für die Aikidopraxis genügt schon der Wille, sich beim Lernen und Ausprobieren zu bewegen.

Mitbringen solltest du eine gute Portion Neugierde. Je offener wir in neue Situationen gehen, desto leichter können die gewonnenen Erfahrungen einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Zweifel an der Wirksamkeit der Techniken kannst du in einem ersten Versuch nicht ausräumen. Die Qualifikation des Lehrers lässt sich meist nur unzureichend im Voraus recherchieren. Es fällt selbst Insidern immer schwerer, den Überblick über die Möglichkeiten Zertifikate, Titel oder Grade zu behalten. Zudem unterscheiden sich die Ansichten, daraus resultierend auch die Lehrstile, in den verschiedenen Schulen erheblich. Vielmehr solltest du die eigene Wahrnehmung, die der Gruppe sowie das gesamte Klima auf der Matte mit der Frage kombinieren: Was kann ich hier lernen, was macht das mit den beteiligten Menschen? Ein dojo ist eine Schule für das eigene Selbst und nur in ganz wenigen Ausnahmefällen eine Arena!

Angst ist deswegen gar nicht nötig: Nahezu alle Trainings im Aikido laufen ohne Verletzungen ab. Die erste Stunde überstand bislang jeder unbeschadet. Aikido ist eine Kunst mit Kommunikation auf der körperlich-emotionalen Ebene sich selbst zu begegnen, als dass gegeneinander gekämpft würde. Für ein gutes Gespräch benötigen wir lediglich ein ausgewogenes Interesse und ein klein wenig Technik. Um einen Partner durch einen Tanz zu führen braucht es gute Kenntnisse des Bewegungsablaufs auf beiden Seiten. Ausgenommen hiervon ist Tango, der mit seinem Führungskonzept sehr nahe an denen des Aiki-Weges liegt.

Was soll ich anziehen?

Für ein erstes Training reichen eine lange Sporthose sowie ein bequemes T-Shirt als deine Grundausstattung aus. Zusätzlich sollten in unserem dojo Schuhe dabei sein für deinen Weg zwischen Umkleide und Matte bzw. Toilette. Auf der Matte bewegen wir uns ohne Socken oder Schuhe.

Wenn die Entscheidung gefallen ist, Aikido länger zu betreiben, kann sich ein Aikidoanzug als praktischer erweisen. Hier in Leipzig befindet sich das einzige Fachgeschäft im Stadtteil Plagwitz: Die Budowelt Härtel in der Gießerstraße ist unsere erste Wahl für Aikidoanzüge aus der Nachbarschaft.

 

Was kommt beim ersten Training auf mich zu?

Die Anforderungen in unseren Übungseinheiten richten sich immer nach dem Entwicklungsstand der Teilnehmer. Wir achten sehr darauf, dass niemand überfordert wird.

So läuft ein Training bei uns ab

Aikidopossition im Training

Position im Aikidotraining

Wenn du das erste Mal an einem Aikido-Training teilnimmst, werden dich vielleicht die Verhaltensweisen der Aikidoka auf der Matte irritieren. Überhaupt wird so ziemlich alles neu sein, was du hier siehst: Das dojo, die Menschen in ihrer Aikido-Kleidung, die Techniken etc.

Beginn des Trainings

Anfangs setzen sich alle entlang eine Linie am Mattenrand. Bevorzugt ist seiza, bei Schwierigkeiten kann auch der Schneidersitz eingenommen werden. Es ist die Zeit, sich kurz zu sammeln und mental auf das Training einzustimmen. Der Lehrer betritt die Matte und beginnt das Training mit einer kurzen Begrüßungszeremonie. Am Ende derer verbeugen sich alle zum kamiza und noch einmal zueinander. Diese Verbeugung wird begleitet mit den Worten „Onegai shimass“ (Bitte [lasst uns zusammen üben]).

Dann geht es endlich los, mit einer einleitenden Gymnastik oder auch gleich mit dem Training der Techniken und Bewegungen. Hier kannst du deine ersten Schritte lernen, die gezielte Bewegung des Körpers ist ein sehr wichtiges Element des Aikido. Das Vorzeigen der Technik durch den Lehrer wird mit einer gemeinsamen Verbeugung beendet, was du mit der Einladung zum Üben interpretieren kannst.

Das Training ist bei weitem nicht so ernst, wie es sich leicht vermuten lässt. Aikido soll Freude bereiten, daher wird oft auch gelacht. Beim Üben sollte nicht übermäßig gesprochen werden. Zwischendurch folgen gelegentliche Hilfestellungen des Lehrers oder Fortgeschrittener. Ein Lächeln bleibt hier und da auch nicht aus und jeder merkt, dass uns das Training wirklich Spaß macht. Die Meisten verstehen sich sehr gut und haben auch außerhalb des Trainings Kontakt miteinander.

Üben

Geübt wird im ständigen Wechsel, meist nach jeweils 4 Techniken (zwei Mal jede Seite).

Du solltest dich bei allen Übungen nicht an der Ausführungsgeschwindigkeit Fortgeschrittener orientieren, sondern dich vielmehr bemühen, alle Übungen vorerst langsam, nahezu in Zeitlupe auszuführen. Beim Nachahmen des Gezeigten werden dir anfangs ausreichend Fehler unterlaufen; wahrscheinlich hast du auch Schwierigkeiten, das Gesehene umzusetzen. Das ist nicht tragisch, denn es ging niemanden anfangs leicht „von der Hand“.

Suche dir vorzugsweise fortgeschrittene Übungspartner. Sie sollten am ehesten wissen, wie die Bewegungen auszuführen sind. Auch wenn sie noch nicht perfekt sind (und auch nicht sein können), lass sie zuerst die Techniken ausführen, denn so bekommst du einen Eindruck, worauf es jeweils ankommt.

Die Paare zum Üben finden sich, indem sie aufeinander zugehen und sich wiederum respektvoll voreinander (wieder mit den Worten „Onegai shimass) verbeugen, was in unseren Breiten mit „wir achten einander“ interpretiert werden kann. Du solltest Dich bemühen, den Angriff so auszuführen, wie er gezeigt wurde. Bei Fortgeschrittenen kannst du ruhig etwas beherzter zupacken.

Grundsätzlich sollte jeder versuchen, den Angriff so auszuführen, dass der Ausführende damit umgehen kann. In der Übung soll der Angreifer nicht verletzt werden. Wenn anfangs mit dem Rollen  noch Schwierigkeiten sichtbar sind, ist besondere Vorsicht geboten. Die Fallschule lernst du auch erst im Laufe der Zeit zu perfektionieren. Nach ein paar Monaten wirst du vielleicht schon in alle Richtungen rollen können. Während dessen lernt dein Körper lernt hierbei, sich so zu bewegen, dass du auch größere Stürze unbeschadet überstehst.

Nachdem der Trainer die Übung abgebrochen hat, verabschieden sich die Übungspartner voneinander. Nach einer kurzen Verbeugung setzen sich alle in die Reihe, in der sie sich anfangs begrüßt haben. Nach der nächsten Vorführung geht das Üben weiter. Sollten dir einige Übungen unausführbar erscheinen, dann ist das kein Problem. Jeder übt soviel und so intensiv, wie er kann. Wenn deine Konzentration nachlässt, ist es besser, langsamer und ruhiger zu üben, als den Partner oder andere Übende zu verletzen.

Abschluss des Trainings

Irgendwann ist dann das Training für diesen Tag zu Ende. Jetzt folgt der gleiche Ablauf wie zur Begrüßung. Verabschiedet wird mit den Worten „Domo arigato gozaimash(i)ta“ (Vielen Dank [für das gemeinsame Training]). Zum Abschluss verbeugt sich noch einmal jeder im Sitzen vor seinem letzten Übungspartner.

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Wie oft kann ich am Aikidotraining teilnehmen?

Als Vereinsmitglied kannst du an allen Veranstaltungen des Vereins teilnehmen. Dazu gehören neben dem regulären Aikidotraining, Wochenendseminare sowie das sonstige Vereinsleben.

Aikidotraining auf Zeit

Trainingszeiten

Für Interessenten

Jedem, der Aikido ausprobieren möchte, bieten wir zwei Probetrainings an. Damit du einen umfassenden Eindruck vom Aikidotraining mitnehmen kannst, solltest du zwischen den beiden Stunden einen eher kurzen Zeitraum wählen.

Offene Erfahrungsabende finden in unserem Dojo einige Male im Jahr statt. Sie sind als Möglichkeit zum Kennenlernen zum Beginn unserer Seminare gestaltet. Eine gesunde Portion Neugier ist für die Teilnahme, neben bequemer Kleidung und ein Paar Schlappen, völlig ausreichend.

Einzelstunden können bei Interesse ebenfalls vereinbart werden.

Für Anfänger

An zwei Vormittagen und vier Abenden in der Woche laden wir zum Aikidotraining für Erwachsene ein. Regelmäßiges Üben ist hilfreich, mm eine gute Basis aufbauen zu können und diese zu erhalten. Auf der neuronalen Ebene ist es wie bei jeder Veränderung: Für eine nachhaltige Wirkung benötigt man einen langen Atem.

Durchschnittlich reichen dazu ein bis zwei Einheiten in der Woche aus. Zwischenzeitlich können sich Körper und Geist gut, vom Besuch noch ungewohnter Bewegungsräume, erholen.

An einigen Wochenenden finden bei uns Seminare und Workshops statt. Gerade als Anfänger, bist du zu diesen herzlich eingeladen, unabhängig von deinem Erfahrungsstand.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zu freien Trainings. Dafür verabredest du dich mit einen Übungspartner und jemanden mit Zugang zum dojo. Bei uns finden die freien Trainings meist Sonntag nachmittags statt und sind zum Beispiel zur Prüfungsvorbereitung sehr geeignet.

Kinder ab acht Jahren können an einem Nachmittag in der Woche bei uns Aikido üben. Ausgenommen davon sind die Schulferien in Sachsen.

Nicht immer ist eine kontinuierliche Teilnahme am Training möglich. Urlaub oder volle Terminkalender können unser regelmäßiges Training unterbrechen. Häufig fehlen die Möglichkeiten zum Training genau im ‚richtigen‘ Moment. Falls du zwischen drei und zwölf Monaten nicht an unseren Übungsstunden teilnimmst, kannst du einen Ruhensbeitrag bei uns beantragen.

Für Fortgeschrittene

Aikidoka  die „mehr wollen,“ können zusätzlich die Einheiten für Fortgeschrittene besuchen, sofern sie die erforderliche Qualifikation (Grad) haben. Förderlich ist ebenfalls der Besuch von freien Trainings oder Seminaren.

Auch wenn du nur eine begrenzte Zeit Aikido bei uns üben möchtest, bist du als Gast in unserem dojo herzlich willkommen. Für Möglichkeiten rund ums Training oder ggf. Übernachtung bitte einfach anfragen.

Kann oder muss ich Gürtelprüfungen ablegen, wann bin ich ein Meister?

Gürtelprüfungen im Aikido können uns ein Feedback deines Fortschritts geben. Natürlich sind sie keine absoluten Maßstäbe. Jeder fängt mit unterschiedlichen Voraussetzungen an. Folglich können auch die Wege nicht miteinander verglichen werden. Dabei fördern die Schülergrade vor allem das Verständnis durch die Unterteilung des Techniksystems.

Gürtelprüfungen fürs Ego oder zur Entwicklung?

Abschluss der Gürtelprüfungen der Kindergruppe

Abschluss der Gürtelprüfungen im Kindertraining

Stufen des Fortschritts werden in den Kampfkünsten Schüler– bzw. Lehrergrade genannt. In ihrer Hierarchie steckt die Herausforderung, das Ego nicht zur dominierenden Triebkraft werden zu lassen. Also macht folglich ebenfalls die Dosis das Gift. Ein Blick, der im Außen angeheftet ist, lenkt vom eigenen Fortschritt ab.Tatsächlich ist die Versuchung des Vergleichens in der Kampfkunst groß, da hier Merkmale des Grades zur Kleidung dazu gehören.

Häufig können Vergleiche unter Schülergrade mit ähnlich Graduierten anspornend wirken. Etwa zu solchen, die die Prüfung zum angestrebten Grad vor kurzer Zeit absolviert haben. Vorsichtig solltest du jedoch sein, Fortgeschrittene zu bewerten, die den Weg deutlich  länger gegangen sind. Andererseits sollten sich fortgeschrittene Lehrer unaufhörlich an ihre Anfangszeit erinnern, vor allem, während sie auf Prüfungen vorbereiten oder solche abnehmen.

Grade von Meistern und Lehrern

Das Erreichen des schwarzen Gürtels ist eine wichtige Wegmarke in den Kampfkünsten. Wahrscheinlich hat jeder, der sich mit Kampfkunst beschäftigt hat, auch über das eigene Meistersein zumindest mal gedacht. Die technische Grundausbildung sollte mit dem 1. Dan weitestgehend abgeschlossen sein.

Mit steigendem Dangrad wird es immer schwerer, den Fortschritt zu bewerten, der nun zunehmend im Inneren stattfindet. Hilfsweise werden mehrere Prüfer den Prüfling bewerten. Bei vielen Repräsentanten endet die Prüfungslaufbahn mit dem 4. Dan. Zumeist werden die folgenden Grade nur noch verliehen und ggf. mit wohlklingenden Titeln verknüpft. Die Palette ist hier ähnlich vielfältig, wie die Kriterien, nach denen sie vergeben werden. Wegen der abweichenden Vorgaben  können die Fertigkeiten auf den höheren Ebenen nicht mehr zuverlässig eingeschätzt werden. Der Weg zur Meisterschaft endet meist bei zunehmender EINwicklung. Während auf den unteren Sprossen der martialischen Graduierungsleiter die eigene ENTwicklung stand, kann der Fokus  später auf dem Gewinnen von Verbandsmitgliedern, oder anders genannten Followern, liegen.

Gürtelprüfungen im Aikido Leipzig Südvorstadt

In unserem Dojo gibt es keinen Zwang, auch nicht solche zum Absolvieren von Prüfungen!

Im Kindertraining sind die Abstände zwischen Gürtelprüfungen eher kurz. Sie ermutigen immer wieder, eigene Grenzen zu reflektieren und sollen zum Weitermachen anspornen.

Bei den Erwachsenen liegt die durchschnittliche Zeit zwischen den Prüfungen zwischen einem und zwei Jahren. Die erste, von insgesamt fünf solchen Herausforderungen, tritt meist nach etwa einem halben Jahr bei uns auf. Aus unserer Prüfungsordnung werden Techniken vorgeführt, wie sie vom Prüfer abgefragt werden. Außer ihm sind, wie bei einem normalen Training, andere Schüler mit auf der Matte.

Nach der Prüfung zum 4. Kyu, der nachfolgenden Stufe, ist die Möglichkeit zukünftig einen Hakama zum Training zu tragen. Vordergründig wird der nicht nur getragen, weil das vorhandene Rückenschild für zusätzliche Stabilität sorgt. Zudem verbessert das Tragen den Komfort unserer Knie und verleiht diesen bei Techniken im Knien eine höhere Leichtigkeit.

Unser Prüfungsprogramm ist leicht überschaubar. Pro Grad kommt nur eine geringe Anzahl neuer Techniken hinzu. Bei den Anforderungen der unterschiedlichsten Qualitätsstufen „quält“ man sich von der Verknüpfung von Namen zu den Bewegungsabläufen (Techniken) über steigende Dynamik und unterschiedliche Distanzen und Prinzipien. Du kannst hilfreiche Übersichten in unserer Downloadsektion finden.

Über den 1. Dan hinaus vergeben wir aus den o.g. Gründen keinerlei Grade mehr.

Gibt es Wettkämpfe im Aikido?

Wettkämpfe, wie sie aus anderen Sportarten bekannt sind, sind nicht Bestandteil des Aiki-Weges. Wettkämpfe setzen die Konfrontation mit einem Gegner voraus, so wird Kämpfen überhaupt erst möglich. Im Aikido jedoch, soll die äußere Konfrontation aufgelöst werden, also passen Wettkämpfe nicht in dieses System. Aikido ist ein Werkzeug zur Konfliktbearbeitung und damit Selbsterkenntnis und -entwicklung. Jeder hat andere Voraussetzungen, Möglichkeiten. Wie soll hier verglichen werden?

Wettkämpfe im Aikido

Shidokan Aikido im Tomiki-Stil

Möglichkeiten zum Vergleichen bietet auch das Aikido

Der Wirkgrad eines Werkzeuges schwankt in der Zielerreichung zwischen bremsend und fördernd. Er ist abhängig von der Fertigkeit dessen, der das Werkzeug einsezt. Ueshiba hat ein Tool zum gewaltfreien Austausch geschaffen.  Damit erinnert er uns einmal mehr an den Kern unseres Menschseins.

Dennoch gibt es erstaunlich viele Unstimmigkeiten unter den Aikidopraktizierenden. Unterschiedliche Prioritäten führen zu abweichenden Ansichten. Im Stil von Kenji Tomiki zum Beispiel ist Wettkampf als Grundbestandteil integriert worden.

Das Erfahren der eigenen Grenzen ist besonders bei Kindern ein wichtiges Lernfeld. Es ist also durchaus sinnvoll, das Training mit kleinen Wettkämpfen aufzulockern.

Versteckte Wettkämpfe auch in der Nichtkampfkunst

Schließlich begann die Metamorphose des Aikido von der Kampfkunst Aikijutsu. Bis hin zu ganz soften Stilricthungen vollzieht diese sich noch heute. Verbände schießen, teilweise wie Pilze, aus dem Boden. Wobei ehrlicher Weise gesagt werden muss, dass es diese Tendenz in der ganzen Kampfkunstwelt zu beobachten gibt. Einen Einblick in diese Entwicklung gibt unser Artikel mit Videos  der Nachkommen und direkten Schüler des Begründers.

Wahrscheinlich laufen die meisten Wettkämpfe eher versteckt, am deutlichsten wohl bei den Prüfungen. Den Schüler– und Meistergraden werden tiefere Bedeutungen zugesprochen, aus denen Vergleichsmomente, bis hin zum Neid, entstehen können.

Wohin die Reise mit dem Aikido in der Kampfkunstlandschaft gehen könnte haben wir in den Perspektiven zusammengefasst.

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