David, Erzieher

Aikido? Das ist doch die Kampfkunst bei der du den Gegner voll spektakulär auf die Bretter schickst, oder nicht?! Als ich 2012 mit Aikido anfing, hab ich schnell gelernt, dass viel mehr dahinter steckt. Zuvor hatte ich 12 Jahre Karatedo, sowohl als Schüler als auch als Trainer, geübt. Doch eines Tages kam der Punkt an dem ich mehr wollte, an dem ich das Gefühl hatte, nicht mehr auf meinem Weg voran zu kommen. Ich hatte früher schon immer mal wieder über den Tellerrand geschaut und in die eine oder andere Kampfkunst reingeschnuppert. Aikido war dabei die Kampfkunst, die mich am meistens faszinierte. Zum damaligen Zeitpunkt waren es die ganzen Hebel- und Wurftechniken, die mich beeindruckten und die im Karatedo so gut wie gar nicht vorkommen. Dadurch bedingt begann ich nach Dojos zu suchen und entdeckte dabei das von Micha.
Die Herzlichkeit, Offenheit und das warme Gefühl, welches mir ab der ersten Einheit dort begegnete und mich sofort an mein Heimatdojo in Potsdam erinnerte, führte dazu, dass ich gar nicht das Bedürfnis hatte ein weiteres Dojo zu besuchen. Hier habe ich gefunden, was ich unbewusst gesucht habe. Einen Weg Gewalt, Hass, Aggression etc. nicht auf gleicher Art und Weise zu begegnen, sonder ruhig, entspannt und klar zu sein. Einen Weg, nicht Feuer mit Feuer zu bekämpfen, sondern es mit Wasser zu besänftigen.
Ich habe gelernt, den Gegner als Partner und Freund zu sehen von dem ich noch etwas lernen kann. Ich habe gelernt, bewusst im Augenblick zu sein und auf den Partner zu reagieren nicht zu überlegen was dieser denn wohl gleich für einen Angriff macht und wie ich diesen beantworten könnte. Unterm Strich habe einen Weg gefunden, auf dem ich lerne, mich und meinen Körper bewusst wahrzunehmen, mein Zentrum effektiv einzusetzen und vor allem entspannt zu sein.

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