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Prinzipien des Aikido
Aiki
(harmonische Energie) ist ein Prinzip des Daito Ryu (Aiki Jutsu), aus dem das Aikido entwickelt wurde. Aiki bedeutet praktisch, das Einklinken in den Rhythmus des Partners, sowohl in der Bewegung als auch seinen Atem. Interessant hierbei ist, dass Kiai eine ähnliche Bedeutung hat und die Silben vertauscht sind. Kiai ist diese Harmonisierung mit der Energie mit der Stimme und zumeist als Kampfschrei bekannt.
Tanden
ist ein Begriff aus der chinesischen Medizin, im japanischen spricht man meist von Hara. Übersetzen lässt sich das am Besten mit „Feld des Elixiers“, gemeint ist hiermit das Zentrum. Hier ist nicht nur der körperliche Schwerpunkt gemeint, der in etwa mit 2-3 Fingern unterhalb des Bauchnabels liegt. Hara bzw. Tanden sind auch das Zentrum unserer Lebensenergie (Ki), in das während der Technik oder Meditation geatmet wird (Bauchatmung – Kokyo).
Tegatana
ist die Schwert- (Katana) -hand (Te). Im Aikido finden wir viele schneidende Bewegungen, die an die Arbeit mit dem Schwert erinnern. Die Hände sind hierbei gerade und genau wie beim Halten eines Schwertes werden die Bewegungen mit der Kleinfingerseite der Hand geführt. Wird mehr geschnitten und weniger gegriffen fixieren wir uns weniger am Partner/Angriff.
Shisei
steht für richtige Haltung, die aus der Kraft entspringt.
Die äußere Haltung ist Ausdruck der inneren Haltung. Diese sind ständig in Bewegung und so bewegt sich auch der Körper ständig. Im Aikido sollst du aufrecht stehen, die Schultern über den Hüften, Kopf und Rücken gerade und achte auf einen stabilen Stand.
Kokyo
steht für die (richtige) Atmung. Bereits an der japanischen Schreibweise kann man erkennen, dass Ausatmen vor dem Einatmen steht. Ausatmen ist also die wichtigste Voraussetzung für Einatmen, es sollte bewusst(er) ausgeatmet werden. Der Atem verbindet Körper und Geist und wir verbinden uns im Aiki über den Atem mit unserem Partner, der dann fließend geführt werden kann.
Riai
ist der (Kampfkunst übergreifende) Begriff für die Logik, die Konstruktion der Technik. Im Aikido wird über die Bewegung eines oder mehrerer Gelenke in ihre Grenzbereiche die Struktur (Shisai) und damit das Gleichgewicht (Kuzushi) des Partners derart beeinflusst, dass dieser geworfen (Nage waza) oder am Boden festgelegt (Katame waza) werden kann.
Metsuke
bedeutet die Augen anzuheften. Hierbei ist aber keine Fokussierung auf einen bestimmten Punkt gemeint die die periphere Sicht einschränken würde. Andererseits bündelt sich unsere Aufmerksamkeit in der Blickrichtung, also kann der Blick einen Richtungswechsel gut einleiten.
Omote
bedeutet Oberfläche oder Außenseite. Im Aikido das (räumliche) Prinzip, sich vor dem Partner zu platzieren. Die Partner sind also einander zugewandt.
Ura
bedeutet nicht nach außen sichtbare oder verdeckte Seite. Im Aikido das (räumliche) Prinzip, sich hinter dem Partner zu platzieren.
Irimi
gehört zu den zeitlichen Prinzipien. Gemeint ist hierbei das Eintreten zum richtigen Zeitpunkt (meist) auf der Innenseite des Angriffs. Die Bewegung ist hier eher geradlinig, dennoch gibt es kein Block ähnliches Zusammentreffen mit dem Angriff. Jede Bewegung/Technik im Aikido beginnt mit Irimi!
Tenkan
ist ähnlich, wie beim YinYang die andere Seite zu Irimi. Also die Bewegung auf der äußeren Linie des Angriffs. Tenkan wird auch als „negatives Prinzip“ bezeichnet, was auch bedeuten kann, um einen (festen) Punkt herum zu gehen.