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Waffen im Aikidotraining
Mit den Übungswaffen wird das Aikidotraining um den entsprechenden Teil noch erweitert, was uns zum einen einen Einblick in die Traditionen des Ursprungslandes Japan ermöglicht und zum anderen ein tieferes Verständnis der Aikidoprinzipien. Wir üben mit dem Stab (Jo, ca. 160 cm lang), dem Schwert (als Imitation aus Holz (ca. 102 cm lang) und dem Messer (wieder aus Holz). Das Materialangebot reicht, in unterschiedlichen Qualitäten, von der japanischen Rot- bis zur Weißeiche. Besonders bei der Schwertarbeit machen sich diese Qualitätsunterschiede bemerkbar.
Die Aikidotechniken haben ihren Ursprung im bewaffneten Kampf und können erst von dieser Seite richtig verstanden werden. Durch die Arbeit mit den traditionellen Waffen, zum großen Teil in Form von Holzimitationen, werden außerdem das Gefühl für Abstand und Timing geschärft. Ein einheitliches Waffensystem im Aikido gibt es nicht.
Betrachtungen von Stanley Pranin über das Training mit Waffen im Aikido sind unter "Hintergrund" auf unserer Media-Seite gelistet.
Tanto dori (Arbeit mit dem Messer)
Es werden grundsätzlich Aikidotechniken geübt, die aus dem waffenlosen Bereich bekannt sind. Hier entsteht, durch das Messer, also die erste Distanzhürde. Der Angreifer, der, simuliert, das Leben des Angegriffenen attackiert, wird im Gegensatz zu den waffenlosen Techniken schon ein wenig härter angefasst: Meidbewegungen werden zumeist mit kraftvollen Atemi (sog. gefährliche Schläge) begleitet, die Technik soll immer zu einer Kontrolle der Angriffswaffe führen. Die Prinzipien finden hier genau so Anwendung wie im Training ohne Waffen, es werden ähnliche Techniken (aus den entsprechenden Angriffen geübt.
Kenjutsu
An einer der ältesten Schwertschulen Japans, Kashima Shin Ryu, orientiert sich die Arbeit mit dem Schwert bei uns, da in dieser, ähnlich wie im Aikido,das ethische Prinzip hoyo-doka (Wahrnehmen, Annehmen, Umwandeln) auf der Grundlage der Wertschätzung und des Respektes vor allen Lebewesen, lehrt. Vorrangig werden festgelegte Abläufe allein (Suburi) oder mit Partner (Kata) mit unterschiedlichen Übungsschwerpunkten geübt. Kata war schon zu den Zeiten, als die Samurai ihre Künste noch auf dem Schlachtfeld unter Beweis stellten, ein bewährtes Training, da ohne Risiko. Arbeit mit dem Schwert lehrt Klarheit in den Bewegungen wie auch im Geist.
Jo dori/Kumi Jo
Der Jo steht für Kreativität in den Bewegungen, er ist vielseitig einsetzbar: Schlagen und Stoßen mit beiden Enden etc.
Wir üben einzelne Techniken (Jo Suburi), Partnerübungen (Jo awase), festgelegte Formen mit und ohne Partner (Kata), Entwaffnungstechniken (Jo-dori) und Aikidotechniken mit dem Stock (Jo-nage).